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Maschinenbau in Zahl & Bild

Besonders wertvoll: Fach- und Arbeitskräfte im Fokus

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MZB Zitat Sonderthema 2024-1

MINT-Bildung stärken – Zukunft sichern

Im Februar 2024 fehlten in Deutschland nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) rund 239.000 MINT-Kräfte, darunter 106.000 Personen in akademischen MINT-Berufen, also vor allem in Ingenieur- und Informatikberufen. Zuwanderung hat dabei bereits in den letzten zehn Jahren stark zur Fachkräftesicherung beigetragen. Wäre die Beschäftigung von ausländischen MINT-Fachkräften nur im Tempo der Beschäftigung von Deutschen gewachsen, würden rund 414.000 MINT-Fachkräfte zusätzlich fehlen.
Autor: Prof. Dr. Axel Plünnecke, Institut der deutschen Wirtschaft
In den kommenden Jahren nimmt durch Digitalisierung, Klimaschutz und demografischem Wandel der Bedarf der Wirtschaft an MINT-Qualifikationen weiter zu. So geben über die Hälfte der vom IW im Januar 2024 befragten Unternehmen ab 50 Mitarbeitern an, dass fehlende Fachkräfte ein Hemmnis darstellen, das eigene Unternehmen in der Digitalisierung besser aufzustellen. Bei der Frage, welche Fachkräfte in den kommenden fünf Jahren einen steigenden Bedarf speziell zur Entwicklung klimafreundlicher Technologien und Produkte aufweisen, liegen mit einer Zustimmung von 55 Prozent die Informatiker vorn, vor beruflich qualifizierten MINT-Fachkräften und Ingenieuren. Um die Herausforderungen der Transformation zu meistern, werden mehr Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft benötigt. Mehr als drei Viertel aller Erwerbstätigen in den Bereichen Forschung und Entwicklung haben eine MINT-Qualifikation. Die Verfügbarkeit von MINT-Qualifikationen ist folglich entscheidend, Zukunft in Deutschland zu sichern.

MZB Zitat Landkarte Europa

Beschäftigte nach Regionen in Europa

Der Maschinenbau spielt als Arbeitgeber insbesondere in Zentraleuropa eine gewichtige Rolle. In vielen mitteleuropäischen Regionen sind zwei, drei oder sogar vier Prozent aller Einwohnerinnen und Einwohner im Maschinenbau beschäftigt. Die Region mit den meisten Maschinenbau-Beschäftigten im Verhältnis zur Einwohnerzahl ist Tübingen. Hier sind 4,1 Prozent aller Einwohnerinnen und Einwohner im Maschinenbau beschäftigt.
Italien sticht die Emilia-Romagna mit 2,4 Prozent hervor, in Österreich ist es Oberösterreich mit 2,2 Prozent und in Tschechien Jihovýchod mit 1,7 Prozent. Maschinenbau-Cluster gibt es ferner im Nordosten Spaniens, im Norden Bulgariens und in Skandinavien. Würde man die Beschäftigten im Maschinenbau ins Verhältnis zur Anzahl der Erwerbstätigen setzen, wären die Prozentzahlen mindestens doppelt so hoch.

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